Zwei Jahre um die Erde

Blog: Kati Auerswald berichtet von ihrer Weltreise

Motiviert bis in die letzte Faser ihres vollgepackten Rucksacks und voller Vorfreude auf die kommende Zeit: Kati Auerswald ist zum größten Abenteuer ihres Lebens aufgebrochen – einer Reise um die Erde.


sized

Natürlich hat Kati Auerswald während ihrer Zeit in Los Angeles auch die berühmten Hollywood-Lettern gesehen – wenn auch nur von ziemlich weit weg. Dafür war die Weltreisende an einigen Stränden in der Umgebung.

Die 29-Jährige nimmt sich diese Auszeit, um die schönsten Ecken unseres Planeten kennenzulernen und dabei auch sich selbst neu zu entdecken. Die Regensburgerin war schon immer abenteuerlustig, nun möchte sie möglichst alle Kontinente kennenlernen. Besonders freut sie sich auf die Begegnungen mit den Menschen vor Ort und das Eintauchen in die lokale Kulinarik. Kochen und Backen ist die große Leidenschaft der Betriebswirtin für Ernährungs- und Versorgungsmanagement.

In diesem Blog berichtet sie von ihren Abenteuern – in Texten, Videos und Bildern.

Sollte die Karte mit Katis Reisestationen nicht angezeigt werden: Hier ist sie abrufbar.

Mittwoch, 17. Juli 2024: Barcelona, Spanien

Seit dem Wochenende bin ich zurück in Europa. Mich hat es nach Barcelona verschlagen. Eine wunderschöne Stadt. Jetzt möchte ich aber erst noch auf meine Zeit im Westen der USA zurückblicken. Zwei Wochen lang war ich in Los Angeles, Kalifornien. Und was ich dort alles erlebt habe, das erzähle ich im Video.

Video zum Thema:

sized

Kati Auerswald ist alleine auf Weltreise. Das hat Vor- aber auch Nachteile.

Dienstag, 9. Juli 2024: Los Angeles, USA

Seit über einem Jahr entdecke ich die Welt. Dabei werde ich oft gefragt, ob und warum ich alleine reise. Wie bei allem gibt es gute und schlechte Seiten. Mein Vergleich.

Fünf Vorteile

1. Unabhängigkeit und unbegrenzte Freiheit

Wer nur für sich selbst verantwortlich ist, kann Entscheidungen alleine treffen – unabhängig von anderen Personen. Dadurch kann man auch komplett selbstständig seine Zeit einteilen und seinen Tag gestalten. Das gilt auch für Aktivitäten, Reiseziele und -dauer.

2. Wachstum der Persönlichkeit

Man lernt viel über sich selbst und wächst mit den Erfahrungen, die intensiver erscheinen, da man sie alleine durchlebt und alleine eine kreative Lösung finden muss.

3. Es ist einfacher, andere kennenzulernen

Egal, ob man Einheimische trifft und auf deren Couch übernachtet oder sich von jemandem die Stadt zeigen lässt: Alleine ist man oft weniger gehemmt und viel freier, um sich auf neue Menschen einzulassen.

4. Flexibel in der Planänderung

Wenn mal nichts nach Plan geht, kann man alleine schnell einen neuen schmieden. Gefällt es einem nicht an einem bestimmten Ort? Einfach weiterziehen. Dabei muss man niemanden fragen, sondern kann Entscheidungen jeglicher Art einfach selbst nach Bauchgefühl treffen.

5. Lebenslanges Lernen

Man lernt in einem Jahr auf Reisen gefühlt mehr als in fünf Jahren im eigenen Land und wächst mit jeder Erfahrung. Dazu gehört, den Arbeitsalltag auf einem Reisfeld in Bali mitzuerleben, die Café-Kultur in Sydney einzuatmen oder in Japan zu lernen, wie ein Reissnack hergestellt wird. Man erlebt und durchlebt ständig Momente, wo man kurz innehalten muss, um all die Eindrücke zu verarbeiten. Doch jede ist goldwert.

Fünf Nachteile

1. Alleine durch alle Probleme

Man muss durch Krisen alleine durch. Niemand ist da, um einen zu beruhigen. Man muss selbst die Nerven behalten, besonders, wenn mal was nicht nach Plan geht. Denn feststeht: Geteiltes Leid ist oft halbes Leid.

2. Verhalten als Frau in anderen Ländern

Als Frau muss man sich in manchen Ländern an mehr Regeln halten als ein Mann, zum Beispiel in Südamerika oder Afrika. Da hilft es, wenn man als Frau in männlicher Begleitung durch Straßen schlendert, die einem nicht ganz vertrauenswürdig erscheinen.

3. Umgang mit Einsamkeit

Es gibt Zeiten, in denen man sich einsam fühlt. Egal, ob man von anderen Menschen umgeben ist oder nicht. Und das ist okay – nur eben nicht für jeden. Da hilft dann nur: Das Beste aus jeder Situation machen.

4. Reisesicherheit und Planänderungen

Besonders wenn man krank ist, ist es goldwert, nicht alleine zu sein. Ich musste mich beispielsweise mit einer Lungenentzündung selbst zum Arzt fahren und konnte mich am Flughafen auf Bali an niemandes Schulter festkrallen, um wegen meines Sonnenstichs nicht umzukippen. Auch bei Planänderungen, zum Beispiel beim Übernachten am Flughafen, ist es hilfreich, zu zweit zu sein. Da muss man allein doppelt vorsichtig sein.

5. Geteiltes Reisebudget und Kosten

Eine komplette Wohnung oder ein bequemes Doppelzimmer im Hotel buchen? Zu zweit ist es leichter, Kosten zu teilen und zu sparen. Das gilt auch, wenn man sich mal mit Vorräten eindecken oder im Hostel kochen möchte.

sized

Nach ein paar Schwierigkeiten bei der Anreise genießt Kati Auerswald gerade die Sonne in Los Angeles.  

Montag, 1. Juli 2024: Los Angeles, USA

Ich habe es nach Los Angeles geschafft – auch wenn meine Ankunft holprig war. Nachdem ich im April beim ersten Anlauf nicht in den Flieger steigen durfte (keine Reisebewilligung), habe ich nun meinen Anschlussflug von Kolumbien aus verpasst (Verspätung) und musste am Flughafen von Florida übernachten. Glücklicherweise hat mich die Fluggesellschaft auf den nächsten Flieger umgebucht.

Am darauffolgenden Morgen habe ich dann am Gate fast das Boarding verpasst ... Ich weiß jetzt, wie es ist, den eigenen Namen über Lautsprecher zu hören, kombiniert mit den Worten „Final Boarding Call“. Doch am Ende bin ich doch noch in LA gelandet, wo ich knapp zwei Wochen bleiben werde, bevor es nach Barcelona geht.

Mittwoch, 19. Juni 2024: Medellin, Kolumbien

Ich habe lange überlegt, ob ich nach Südamerika reise. Denn für viele Länder gibt es Sicherheitswarnungen. Da es aus Mexiko aber eine gute Verbindung nach Kolumbien gab, habe ich mich dafür entschieden. Und bereue es nicht. Die Menschen waren mir mit ihrer Offenheit und Fröhlichkeit gleich sympathisch. Auch wenn es in Medellin Gegenden gibt, die man als Tourist meiden sollte. Ausgerechnet da befand sich meine erste Unterkunft ... Mehr dazu im neuen Video.

Video zum Thema:

sized

Gerade ist Kati Auerswald in Medellin in Kolumbien.

Mittwoch, 12. Juni 2024: Medellin, Kolumbien

Ein Jahr auf Weltreise! Wahnsinn, heute feiere ich Jubiläum. Über meine Gefühlslage nach zwölf Monaten on tour schreibe ich in meinem Instagram-Post. Im Beitrag der Freistunde seht ihr, in welchen Ländern ich bisher schon war.

Donnerstag, 6. Juni 2024: Medellin, Kolumbien

Nächste Woche feiere ich ein besonderes Jubiläum. Denn am 12. Juni 2023 bin ich zu meiner Weltreise aufgebrochen. Ich bin nun also fast ein Jahr unterwegs – und habe dabei vieles erlebt. Zeit also, ein Zwischenfazit zu ziehen. Und dazu haben wir einen Podcast aufgenommen:

sized

Seit Ende April 2024 reist Kati Auerswald durch Mexiko.

Mittwoch, 29. Mai 2024: Mexiko City, Mexiko

Nach vier Wochen verlasse ich heute Mexiko in Richtung Kolumbien – früher als gedacht. Mein Rückblick in fünf Punkten.

In Mexiko habe ich als Volunteer gearbeitet. Meine erste Arbeitsstelle war ein Reinfall, meine zweite hat sich letztlich zwar als besser herausgestellt – und ich durfte ein bisschen mexikanische Meerluft schnuppern – , aber für einen längeren Aufenthalt waren die Bedingungen dann doch nicht so gut.

Umso mehr freue ich mich, dass es nach einem kurzen Aufenthalt in Mexico City weiter nach Medellin in Kolumbien geht! Aber vorher mein Fazit aus vier Wochen Mexiko.

1. Mexiko ist bunt, fröhlich und laut

An den Kulturschock musste ich mich erstmal gewöhnen. Danach habe ich festgestellt: Die farbenfrohe Kultur, die in Street Arts, bunten Häusern und Kleidern wiederzufinden ist, ist einzigartig. Gleichzeitig hört man immer irgendwo Musik, zu der man sofort lostanzen möchte. Ob von einem Café, einem vorbeifahrenden Auto, Live-Performer oder Taco-Stand auf der Straße.

2. Die Menschen sind extrem gesellig

Es scheint, als werde den Mexikanern ihre Geselligkeit bereits bei der Geburt mitgegeben, denn sie lieben es, mit anderen Menschen zu interagieren – und zu feiern. Wenn Zeit ist, gehören dazu ein mexikanisches BBQ und viele Biere, die vorher auf Eis gelegt wurden, einfach dazu. Das erinnert mich fast ein wenig an deutsche Grillabende.

sized

Strand, Essen, Idylle: Bilder aus Mexiko.

sized

Strand, Essen, Idylle: Bilder aus Mexiko.

sized

Strand, Essen, Idylle: Bilder aus Mexiko.

sized

Strand, Essen, Idylle: Bilder aus Mexiko.

sized

Strand, Essen, Idylle: Bilder aus Mexiko.

sized

Strand, Essen, Idylle: Bilder aus Mexiko.

sized

Strand, Essen, Idylle: Bilder aus Mexiko.

3. Mexikaner verstehen kaum Englisch

Meine erste Woche ohne Google Übersetzer mit meinem kaum vorhandenem Spanisch war vor allem eines – nicht einfach, da es überall sprachliche Barrieren gab und die Einheimischen immer versuchen, auf Spanisch zu kommunizieren. Selbst dann, wenn man sagt, dass man kein Spanisch spricht. Da ich mich zwischendurch mit englischsprechenden Einheimischen getroffen habe, hatte ich hier zum Glück Unterstützung. Ansonsten wäre ich ohne Google Übersetzer aufgeschmissen gewesen.

4. Mexiko ist teurer als gedacht

Vor Reiseantritt habe ich viele Eindrücke und Berichte von anderen Reisenden gehört. Allen voran, dass Mexiko ja soooo günstig sei. Möglicherweise bin ich noch vom asiatischen Preis-Leistungs-Verhältnis verwöhnt, doch es hat sich gezeigt: Mexiko ist nicht so günstig, wie angenommen. Aber zumindest günstiger als San Francisco.

5. Mexikanisches Essen ist Weltkulturerbe

Seit 2010, um genau zu sein. Auch wenn die traditionellen Gerichte nicht ganz mein Favorit sind, kann ich sagen: Die Küche Mexikos ist bunt, enthält oft Mais, Avocados, Bohnen, Eier oder Reis – dazu gibt es Tortillas, Enchiladas oder andere Teigfladen.

Fazit

Würde ich nach Mexiko zurückkommen? Ja – mit besserem Spanisch. Mexiko hat viele Seiten und Traumstrände, die ich während meiner Zeit hier nicht mitnehmen konnte. Auch gibt es in Mexiko viele traditionelle Märkte und Straßenküchen, was ich liebe. Insgesamt: Das fröhliche, mexikanische Lebensgefühl hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Freitag, 17. Mai 2024: Oaxaca, Mexiko

¡Hola México! Fast drei Wochen bin ich nun schon im Land. Nach ein paar Tagen in Monterrey hat es mich weiter in den Süden gezogen, in die Stadt Oaxaca. Über die Plattform „Workaway“ bin ich dort zu einem Job in einem Hostel gekommen. Allerdings wird sich dort wenig um uns billige Arbeitskräfte gekümmert ... Deshalb bin ich froh, dass es bald weiter geht: Mir winkt ein Job in einem Strandhotel. Mehr dazu erzähle ich im neuen Video-Update.

Video zum Thema:

Dienstag, 14. Mai 2024: Oaxaca, Mexiko

Mexiko ist vor allem ... bunt! Hier ein paar Fotos von den vergangenen Tagen in der Stadt Oaxaca.

sized

Farbenfroh – ob in Läden oder auf der Straße: So präsentiert sich Mexiko für Kati Auerswald.

sized

Farbenfroh – ob in Läden oder auf der Straße: So präsentiert sich Mexiko für Kati Auerswald.

sized

Farbenfroh – ob in Läden oder auf der Straße: So präsentiert sich Mexiko für Kati Auerswald.

sized

Farbenfroh – ob in Läden oder auf der Straße: So präsentiert sich Mexiko für Kati Auerswald.

sized

Farbenfroh – ob in Läden oder auf der Straße: So präsentiert sich Mexiko für Kati Auerswald.

sized

Farbenfroh – ob in Läden oder auf der Straße: So präsentiert sich Mexiko für Kati Auerswald.

Montag, 6. Mai 2024: Monterrey, Mexiko

Über eine Woche bin ich nun bereits in Mexiko – und habe schon viele Eindrücke gesammelt.

Alle älteren Blog-Einträge von Katis Reise um die Erde gibt es hier zum Nachlesen:

Vor ihrem Abflug aus Deutschland hat Kati Auerswald Einblick in ihre Motivation gegeben und schildert die Ziele ihrer Weltreise:

Wie bereitet man sich auf eine Weltreise vor? Die Regensburgerin erklärt in 15 Schritten, wie man so ein Abenteuer planen kann:

Zum Anhören: In dieser Folge unseres Podcasts spricht Kati über ihre Gefühlswelt kurz vor dem Abflug und erklärt, warum sie als junge Frau die Reise alleine macht:

Hier geht's zu Katis Instagram-Kanal:@katis.word.mission

3 Kommentare:


Bitte melden Sie sich an!

Melden Sie sich an, um kommentieren zu können.

Anmelden

Sidolin M.

am 26.06.2023 um 17:07

Liebe Kati, ich habe deinen Bericht über deine Weltreise gelesen und muss ehrlich sagen, dass ich mit gemischten Gefühlen darauf reagiere. Es ist offensichtlich, dass du voller Begeisterung und Vorfreude auf diese Abenteuerreise bist. Doch während du von deinen Erlebnissen und den wunderschönen Orten schwärmst, kann ich nicht umhin, die negativen Auswirkungen deiner Reise auf unseren bereits geschundenen Planeten zu bedenken. Wir leben in einer Zeit, in der der Klimawandel eine reale und drängende Gefahr für die Menschheit darstellt. Der Anstieg von Treibhausgasemissionen und die Umweltverschmutzung sind weitgehend auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen, und der Tourismussektor, dem auch deine Reise angehört, trägt maßgeblich dazu bei. Flugreisen sind besonders klimaschädlich, da sie große Mengen an Treibhausgasen freisetzen. Durch deine geplante Reise um die Welt trägst du somit aktiv zur Verschärfung des Problems bei. Es stellt sich die Frage, ob die Befriedigung deiner persönlichen Abenteuerlust die negativen Auswirkungen auf unsere Umwelt rechtfertigt. Es wäre ermutigend, wenn du deine Weltreise als Gelegenheit nutzen würdest, um bewusster zu reisen und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. Indem du dich auf lokale Erlebnisse und nachhaltige Reisemöglichkeiten konzentrierst, könntest du einen positiven Beitrag leisten und ein Vorbild für andere sein. Es ist wichtig, dass wir alle unsere Handlungen und Entscheidungen im Hinblick auf den Klimawandel und den Schutz unserer Umwelt hinterfragen. Ich hoffe, dass du dir diese Bedenken zu Herzen nimmst und möglicherweise deine Perspektive überdenkst. Mit nachdenklichen Grüßen



Roger S.

am 11.07.2024 um 06:05

Guter Appell. Jetzt richten wir das noch an die "Grünen" z. B. Frau Baerbock die sich gerne trotz Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen einen Kurzstreckenflug gönnt. Von den Blindfliegern die sie begleiten, das will ich gar nicht näher erwähnen. Schauen Sie sich mal die Reisekasse des Bundestages an... Genau = leer. Die Abgeordneten haben in 6 Monaten das ganze Etat durch solche Aktionen leer gefegt anstatt mit dem E-Bike zu fahren. Alternativ predigen sie doch ständig mit der zuverlässigen Bahn zu fahren. Die hätten doch eine Bahncard mit geringer Eigenbeteiligung, machen sie aber nicht. Auch wenn ich die Frau Storch nicht so sympathisch empfinde, zum Parteitag nach Essen kam sie aber seltsamerweise mit der Bahn. Komisch, ausgerechnet die "böse" AfD geht hier mit guten Beispiel schon wieder voran. Aber Frau Baerbock oder Herr Habeck brauchen sich nicht zu sorgen, es ist ja nur die Reisekasse der Bundestagsabgeordneten leer - nicht die der Minister.



Frank H.

am 18.12.2023 um 13:07

Kann man so sehen. Andererseits setzt sich Kati in ihrem Bericht doch auch sehr mit dem Umweltbewusstsein auseinander, und setzt dies in einen Kontext mit den Menschen und Gegebenheiten auf ihrer Reise. Viele andere zeigen da wenig bis gar keine Awareness. War von den 70000 eingeflogenen Besuchern der COP28 auch nur ansatzweise individuelle Selbstkritik zu hören ? Nein, die haben sich als Helden des Klimabewussteins gefeiert und es im Scheinwerferlicht und vollklimatisiert so richtig krachen lassen. Und sind die Zeiten des Sextourismus nach Asien eigentlich schon vorbei ?



Kommentare anzeigen